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InfoS für Hochschulen und andere Institutionen



Das kostenfreie uni-assist Prüfverfahren für geflüchtete Menschen

 

Hochschulen und andere Institutionen engagieren sich vielfältig für die erfolgreiche Integration von Menschen mit Fluchthintergrund, die ein Studium in Deutschland aufnehmen möchten. uni-assist wirkt als Kompetenzzentrum für die Bewertung internationaler Studienbewerbungen gezielt an dem Integrationsprozess mit:

 

 

Die Initiative wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des BMBF.



Übersicht
> So funktioniert die uni-assist Vorprüfung für geflüchtete Menschen
> Bescheinigung über die Hochschulzugangsberechtigung (HZB-Bescheinigung)
> Der Selbstauskunftsbogen für fluchtbedingt fehlende Bildungsnachweise
> Sonderstudienprogramme für Menschen mit Fluchthintergrund
> Ihre Hochschule ist noch nicht Mitglied bei uni-assist e.V.?
> Kontakt
> Informationsmaterialien zum Download



So funktioniert die uni-assist Vorprüfung für geflüchtete Menschen

 

uni-assist prüft für seine rund 180 Mitgliedshochschulen die Hochschulzugangsberechtigung internationaler Studieninteressierter. Hierbei begutachtet und dokumentiert uni-assist die internationalen Bildungsnachweise umfassend und liefert den Hochschulen damit wesentliche Eckdaten für ihre Zulassungsverfahren und die weitergehende Auswahl.

Weiterführende Informationen finden Sie unter uni-assist.

 

Die Studienbewerbung im kostenfreien uni-assist Prüfverfahren für Geflüchtete erfolgt in zwei Schritten:

 

Die Kostenbefreiung muss zunächst im Portal für Kostenbefreiung beantragt werden. Im zweiten Schritt erfolgt die Studienbewerbung an bis zu drei Hochschulen pro Semester bei uni-assist.

 

Wir prüfen und begutachten die eingereichten Unterlagen und Zeugnisse. Im nächsten Schritt informieren wir die Studieninteressierten mit Fluchthintergrund über das Prüfergebnis und stellen den Hochschulen Informationen zu den eingereichten Unterlagen zur Verfügung. Die Hochschulen nutzen das Prüfergebnis von uni-assist für die Entscheidung, ob ein Studienplatz gewährt wird.

Der Antrag auf Kostenbefreiung

 

Der Antrag auf Kostenbefreiung ist an zwei Voraussetzungen geknüpft: zum einen an den Nachweis des Fluchthintergrunds, zum anderen an einen Beleg über die Ernsthaftigkeit des Studieninteresses.


Die Voraussetzungen:


Im Portal für Kostenbefreiung belegen Interessenten ihren Fluchthintergrund mit einer Bescheinigung über ihren Aufenthaltsstatus. Zudem weisen sie nach, dass sie sich mit den Anforderungen eines Studiums in Deutschland vertraut gemacht haben. Als Nachweis dafür dient das TestAS-Zertifikat.

 

Der TestAS ist ein Studierfähigkeitstest, der die Eignung für ein Studium prüft, aber Interessenten auch eine erste Vorstellung davon vermittelt, auf welche Fähigkeiten es in einem Studium ankommt.

 

Für den Antrag auf Kostenbefreiung wird kein bestimmtes TestAS-Ergebnis verlangt. Es zählt allein, dass bei der Teilnahme am TestAS ein gültiges Ergebnis erzielt wurde.

 

Es gibt Konstellationen und Bildungshintergründe, in denen aus Sicht der Hochschulen ein TestAS verzichtbar sein kann. In diesen Fällen können Hochschulen eine spezielle Bescheinigung ausstellen, mit der sie eine kostenfreie Vorprüfung bei uni-assist ohne TestAS befürworten. Hochschulbescheinigungen können zum Beispiel auch nach Teilnahme an einem hochschuleigenen Studierfähigkeitstest oder anderen Orientierungsangeboten ausgestellt werden.

 

Eine Vorlage für die Hochschulbescheinigung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns hierzu einfach eine E-Mail an hochschulservice@uni-assist.de.

Gültigkeit der Kostenbefreiung


Der Antrag auf Kostenbefreiung wird einmalig bewilligt und ist bis Ende 2019 (Ende der Fördermaßnahme durch den DAAD) gültig. Studieninteressierte sind gehalten, uni-assist zu informieren, wenn sich ihr Aufenthaltsstatus ändert und sie sich erneut kostenlos an einer uni-assist-Hochschule bewerben möchten

In drei Schritten kostenfrei über uni-assist bewerben


1. Die Interessenten stellen online einen Antrag auf Kostenbefreiung für geflüchtete Menschen im Portal für Kostenbefreiung
2. uni-assist prüft den Antrag und schickt anschließend eine Bestätigung per E-Mail mit der uni-assist Bewerber-Nummer.
3. Jetzt können sich Interessenten an bis zu drei Hochschulen pro Semester kostenfrei über das uni-assist Online-Portal bewerben.

Das Prüfergebnis


uni-assist prüft die Bewerbungsunterlagen und begutachtet die eingereichten Zeugnisse; ggf. evaluiert uni-assist die Bildungsbiographie anhand eines Selbstauskunftsbogens. Sind die Kriterien der Hochschule erfüllt, wird die Bewerbung an die Hochschule weitergeleitet, die über die Studienplatzvergabe entscheidet. Alternativ und sofern die Hochschule dies so festlegt, stellt uni-assist bei positivem Prüfergebnis eine so genannte Vorprüfungsdokumentation (VPD), aus. Die VPD ist ein Zertifikat mit den wesentlichen HZB-Daten. Mit der VPD bewirbt man sich bis zum Ende der Bewerbungsfrist direkt an der Hochschule.

Bescheinigung über die Hochschulzugangsberechtigung (HZB-Bescheinigung)


Alle Personen, für die grundsätzlich eine Hochschulzugangsberechtigung ermittelt werden kann, erhalten im kostenfreien Verfahren für geflüchtete Menschen – und abweichend vom normalen uni-assist Prüfverfahren – eine HZB-Bescheinigung. Diese dokumentiert die anhand von Zeugnissen oder Selbstauskünften ermittelte Hochschulzugangsberechtigung und dient zur Vorlage bei weiteren Bewerbungen. Nicht-uni-assist-Hochschulen können die Angaben in der HZB-Bescheinigung auf Nachfrage bei uni-assist verifizieren und die Daten in ihren Zulassungsverfahren berücksichtigen.

 

Bitte beachten Sie: Ab dem 15. Mai 2017 erstellen wir die HZB-Bescheinigung vorerst nur noch auf Nachfrage. Bewerberinnen und Bewerber im kostenfreien Verfahren, die eine HZB-Bescheinigung erhalten möchten, können uni-assist über das Kontaktformular informieren.

Plausibilisierung von Bildungsbiographien ohne Zeugnis: Der Selbstauskunftsbogen für fluchtbedingt fehlende Bildungsnachweise

 

Personen aus Krisenregionen sind aufgrund ihrer Flucht nicht immer in der Lage, ihre Bildungszeugnisse einzureichen. Im Fall von fehlenden Unterlagen fordert uni-assist auf, mittels Selbstauskunftsbogen Angaben zum individuellen Bildungsweg zu machen, für die keine Belege verfügbar sind.


Mit Hilfe der Angaben im Selbstauskunftsbogen prüft und dokumentiert uni-assist die Hochschulzugangsberechtigung trotz fehlender oder formal inkorrekter Zeugnisse (fehlende Beglaubigungen o.ä.). Mit diesem Verfahren unterstützt uni-assist die Hochschulen dabei, den Beschluss der Kultusministerkonferenz für Personen, die fluchtbedingt den Nachweis der im Heimatland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung nicht erbringen können sowie die landesrechtlichen Vorgaben hierzu umzusetzen.


Die Hochschulen entscheiden dann, ob und auf Grundlage welchen Prüfverfahrens sie diese Personen schließlich zum Studium zulassen. Hierfür kommen,je nach Landesrecht, zum Beispiel die Feststellungsprüfung, ein hochschuleigener Studierfähigkeitstest oder andere hochschuleigene Prüfverfahren infrage.


Sonderstudienprogramme für Menschen mit Fluchthintergrund


Immer mehr Hochschulen bieten Deutschkurse oder Orientierungsprogramme für Geflüchtete an. Viele Hochschulen ermöglichen Studieninteressierten mit Fluchthintergrund auch einen erleichterten Zugang zu ihrem Studienangebot.


Hochschulen nutzen verstärkt die Möglichkeit, Geflüchteten vor der Aufnahme des regulären Studiums über gezielte propädeutische Maßnahmen den Weg in die Hochschule zu erleichtern. Für diese Programme wünschen sich Hochschulen jedoch ebenfalls eine frühzeitige Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung, um die reibungslose spätere Übernahme ins Fachstudium zu gewährleisten. Zu diesem Zweck bietet uni-assist den Hochschulen die Möglichkeit, neben den regulären Studiengängen mit festen Fristen und Zugangsvoraussetzungen bei uni-assist sogenannte „Platzhalterstudiengänge“ für eine frühzeitige HZB-Prüfung einzurichten. Hinter diesen Platzhalterstudiengängen können sich verschiedenste Sonderstudienprogramme für die Zielgruppe verbergen wie z.B. Deutschkurse oder Propädeutika.


Die Hochschulen können entscheiden, ob für diese Platzhalterstudiengänge etwa bestimmte Fristen oder Sprachkriterien gelten sollten oder ob unabhängig von den regulären Fristen und sonstigen Kriterien nur die Hochschulzugangsberechtigung geprüft werden soll.


Platzhaltestudiengänge bergen einige Vorteile: Hochschulen vereinfachen so die HZB-Prüfung für ihre Wunschkandidaten. Sie können aber auch Personen, die sich initiativ auf solche Programme bewerben, gezielt beraten und in passenden Studienprogrammen platzieren.


Wenn Sie ein Sonderstudienprogramm für Menschen mit Fluchthintergrund einrichten möchten, beraten wir Sie gerne. Schreiben Sie hierzu an hochschulservice@uni-assist.de.

Ihre Hochschule ist noch nicht Mitglied bei uni-assist e.V.?


Arbeitet Ihre Hochschule noch nicht mit uni-assist zusammen, möchte aber Bildungsnachweise von Personen mit Fluchthintergrund von uni-assist prüfen lassen? Dann kann die Hochschule ihre Mitgliedschaft auf die Einrichtung eines Sonderstudienprogramms für diese Zielgruppe beschränken. Alternativ zur kostenlosen Mitgliedschaft können Sie eine Zusammenarbeit mit uni-assist über einen Kooperationsvertrag vereinbaren, der allerdings für die Hochschule kostenpflichtig ist.

Kontakt


Sie möchten gerne mehr erfahren? Sie haben Fragen?
Wir freuen uns über Ihre E-Mail!
hochschulservice@uni-assist.de

 

Haben Sie Interesse am Erhalt des halbjährlichen uni-assist Newsletters "Flucht & Studium"?

Melden Sie sich an über FS@uni-assist.de

 

Bereits erschienene Newsletter-Ausgaben können Sie hier einsehen:
1. Ausgabe Mai 2017

Informationsmaterialien zum Download


Sie möchten gedruckte Informationen zum kostenfreien Prüfverfahren für geflüchtete Menschen erhalten?
Wenn Sie die folgenden Informationsmaterialien gerne bestellen möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail (hochschulservice@uni-assist.de) mit den entsprechenden Angaben (Ihr Name, welches Printprodukt, Stückzahl und Adresse).

1. uni-assist Flyer mit Einlegeblatt

2. Infokarte: Schritt für Schritt über uni-assist bewerben
3. Infokarte: Portal für Kostenbefreiung
4. Infokarte: Checkliste
5. Infokarte: HZB-Bescheinigung