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was ist uni-assist?

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was ist uni-assist?

uni-assist ist ein eingetragener Verein, dem alle staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland beitreten können. Die Kernaufgabe von uni-assist ist die Bewertung von internationalen Zeugnissen. uni-assist prüft, ob die eingereichten Zeugnisse gleichwertig zu deutschen Schul- oder Studienabschlüssen sind und grundsätzlich zum Studium in Deutschland berechtigen.

 

Weitere Informationen zu uni-assist


Aktuelles / Pressemitteilungen / Interviews


Deutsche WELLE berichtet Über TestAS

 

Die Deutsche Welle hat am 30.09.2014 einen ausführlichen Beitrag zum Thema TestAS veröffentlicht und dazu auch uni-assist befragt. Zum russischsprachigen Artikel geht es hier.


Interview für FURIOS vom 30.06.2014

Zum Artikel "Bewerbung mit Hindernissen" des studentischen Campusmagazins der FU Berlin (FURIOS) von Melanie Böff vom 14.07.2014 hier das komplette Interview mit uni-assist.

Oft wird von Bewerbern beklagt, dass die Berater von uni assist am Telefon in den meisten Fällen nicht wüssten, welche Unterlagen welche der Berliner Universitäten verlangen. Dies sei aufwendig, da sich die Anforderungen von Universität zu Universität unterscheiden. Was entgegen Sie diesem Vorwurf der nicht ausreichenden Kenntnis Ihrer Mitarbeiter? Sind Defizite im Mitarbeitertraining die Ursache oder gehört dies (Anforderungen der Universitäten) nicht zum Service von uni assist?

Die Mitarbeiter des Service Teams von uni-assist sind sehr gut und professionell geschult und helfen den Studieninteressierten kompetent bei allen Fragen zur Vorprüfung durch uni-assist weiter, für die Studienberatung sind jedoch allein die Hochschulen zuständig.
Wenn Fragen zum Studienangebot, zu den Zulassungsvoraussetzungen oder Bewerbungsfristen aufkommen, ist es nötig sich direkt an die Hochschule zu wenden. Da jede Hochschule andere Anforderungen und Bewerbungsfristen hat und diese nicht nur von Hochschule zu Hochschule, sondern sogar von Studiengang zu Studiengang variieren, informieren nur diese verbindlich über Fristen und alle Details, die bei der Studienbewerbung zu beachten sind. Auf der Webseite von uni-assist wird daher darauf hingewiesen, dass eine Information der Studieninteressierten an der jeweiligen Hochschule unabdingbar ist. Zudem gibt uni-assist gern Auskunft zu den jeweiligen Ansprechpartnern an den Hochschulen.

Zudem wünschen sich viele Bewerber nicht nur eine Hotline, sondern richtige Beratungszentren mit Ansprechpartnern vor Ort, die bei der komplizierten Antragsstellung helfen. Ist in diese Richtung etwas geplant? Wieso haben Sie bisher solche Zentren noch nicht eingerichtet und beschränken sich komplett auf Online und eine telefonische Beratung?


Ziel von uni-assist ist es gleiche Bedingungen für alle Studieninteressierte unabhängig vom Ort ihres Aufenthalts zu bieten. Der persönliche Telefon- und Onlineservice ermöglicht dies durch umfangreiche und gezielte individuelle Beratung. Studieninteressierte können uni-assist weltweit vor allem aus ihren Herkunftsländern erreichen - lokale Beratungszentren würden diejenigen benachteiligen, die nicht die Möglichkeit haben, zur Beratung nach Deutschland zu reisen.

Weshalb wurden die Gebühren für die Prüfung der Unterlagen kürzlich erhöht bzw. angeglichen?

Um die gutachterlichen Tätigkeiten von uni-assist kostendeckend zu erbringen, werden satzungsgemäß Bearbeitungsentgelte erhoben. Diese Entgelte orientieren sich nach unserer Satzung an der Höhe der tatsächlichen Kosten.
Die Mitgliedshochschulen von uni-assist e.V. haben das Thema Bearbeitungsentgelte auf der 12. Mitgliederversammlung am 28. März 2014 umfassend diskutiert und beschlossen, dass für internationale Studieninteressierte innerhalb und außerhalb der Europäischen Union künftig ein einheitliches Bearbeitungsentgelt erhoben wird. Es wurden verschiedene Varianten zur künftigen Entgeltregelung und -höhe bzw. zur Finanzierung diskutiert und zur Abstimmung gestellt. Zu der Höhe des Entgeltes hat die Mitgliederversammlung beschlossen einen Umlaufbeschluss durch die Hochschulleitungen herbeizuführen. Mit großer Mehrheit haben die Präsidien der Mitgliedshochschulen durch den Umlaufbeschluss vom 29. Mai 2014 entschieden, dass das einheitliche Bearbeitungsentgelt künftig 75 Euro für die erste Hochschule und für jede weitere Hochschule 15 Euro beträgt. Grund für die Erhöhung der Entgelte ist ein erhöhter Finanzbedarf infolge dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen (Softwareentwicklung).

Hierzu noch ein Hinweis, in der Bundesrepublik und weltweit sind gutachterliche Serviceleistungen zur Feststellung von Hochschulzugangsberechtigungen mit Kosten verbunden. Die Bearbeitungsentgelte von uni-assist e.V. liegen im Rahmen der Kosten, die vergleichbar für internationale Studieninteressenten in der Bundesrepublik anfallen, z.B.: Staatliche Zeugnisanerkennungsstellen der Bundesländer je Bildungsabschluss 50 – 200 Euro oder das Entgelt für die Bewertung ausländischer Zeugnisse in Höhe von 200 Euro, das von der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen ZaB der Kultusministerkonferenz der Länder erhoben wird.
Als internationale Bearbeitungskosten seien beispielhaft erwähnt: Dänemark 150 Euro, Schweden 100 Euro, Kanada 100 Euro, Ungarn 200 Euro.

Ihnen wird vorgeworfen, dass ungefähr jede zweite Bewerbung an der Vorprüfung scheitert. Was entgegnen sie darauf?

Tatsache ist, dass im Schnitt 75 Prozent aller Bewerbungen die Vorprüfung bei uni-assist mit positivem Ergebnis durchlaufen und somit erfolgreich an die Mitgliedshochschulen weitergeleitet werden können. uni-assist e.V. leistet durch die sorgfältigen Prüfungen einen wichtigen Beitrag zu den Voraussetzungen für einen künftigen Studienerfolg.
uni-assist ist verpflichtet, Bewerbungen zurückzuweisen, die den formalen Anforderungen der Hochschulen nicht entsprechen. Dies können formale Kriterien sein wie z.B. unvollständige oder nicht fristgerecht eingereichte Unterlagen sein. Oder auch Kriterien hinsichtlich der nachgewiesenen Qualifikation wie etwa unzureichende Sprachkenntnisse oder eine Sekundarschulbildung, die nicht als dem deutschen Abitur gleichwertig anerkannt werden kann. Das Prüfverfahren selbst unterliegt einem strengen Qualitätsmanagement sowohl durch uni-assist selbst als auch durch die Hochschulen.


Ebenfalls wird Ihnen vorgeworfen, durch das Bewerbungsverfahren eine "rassistische Praxis" zu verfolgen. Was halten sie diesen schwerwiegenden Vorwürfen entgegen?

Die Mitgliedshochschulen von uni-assist e.V. verfolgen ein transparentes und diskriminierungsfreies Zugangsverfahren für ausländische Studieninteressierte.
Die Bewerbungsprüfungen von uni-assist e.V. führen zu signifikanten Vorteilen für die Studieninteressierten: diese können ihre Unterlagen einmal zentral prüfen lassen und haben ein einheitliches Prüfergebnis für die Hochschulzugangsberechtigung. Damit ist eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis verbunden. Mitgliedshochschulen selbst sind durch die Prüfungen von uni-assist entlastet und investieren ihre Kapazitäten in umfassende Studienberatung und Betreuung.

Wie genau gestaltet sich die Finanzierung von uni assist, wenn sie von den Mitgliedern laut Ihrer Homepage keine Gebühren erheben. Neben den Entgelten der Bewerbern, finanzieren Sie sich u.a. durch Spenden. Können Sie mir eine Aufschlüsselung der Finanzierung von uni assist zukommen lassen?


Die Tätigkeit von uni-assist e.V. wird durch die Mitgliedshochschulen und durch externe Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Eine genaue Aufschlüsselung der Finanzierung kann nicht gegeben werden.
Der Verein finanziert sich durch Entgelte die von den Studienbewerbern erhoben werden und durch Kostenbeiträge von Hochschulen, sowie, auf Beschluss der Mitgliederversammlung, ggf. durch Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren. Die Höhe der Entgelte orientiert sich an den tatsächlichen Kosten.
Sollten nach Abzug aller Aufwendungen und notwendigen zweckgebundenen Rücklagen Überschüsse verbleiben, so werden diese nach Maßgabe von Beschlüssen der Mitgliederversammlung für weitere Aufgaben im Rahmen internationaler Studienbewerbungen verwendet.


Falls sich eine Universität zum Austritt aus Ihrem Verein entscheiden würde, entspricht dies einem herkömmlichen Vereinsaustritt oder welches Verfahren kommt da zum Tragen?

Der Austritt erfolgt dann satzungsgemäß durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Die Kündigung kann nur zum Wintersemester erfolgen und muss bis zum 31. Januar desselben Jahres beim Vorstand eingegangen sein. Eine Kündigung ist erstmals im zweiten Jahr nach dem Beitritt zum darauf folgenden Wintersemester möglich.


Interview der TAz vom 02.04.2014

 

Ergänzend zum Artikel „Bewerber müssen blechen" von Anna Bordel vom 13.05.2014 hier das komplette Interview mit Bettina Böhme, Geschäftsführerin bei uni-assist.

 

Welchen Service leistet Uni Assist?

 

uni-assist e.V. prüft und bewertet internationale Zeugnisse. Im Zuge dieser Überprüfung stellt uni-assist fest,  ob und in welchem Umfang die nachgewiesene Qualifikation den deutschen Schul- und Hochschulabschlüssen entspricht und ob weitere Zugangskriterien (z.B. Sprachkenntnisse) erfüllt sind. Art und Umfang dieser Prüfungen haben die Mitgliedshochschulen standardisiert festgelegt. Im Ergebnis der Prüfung wird festgestellt, ob eine Hochschulzugangsberechtigung bzw. eine Masterbefähigung vorliegt.


Auf Anforderung der Mitgliedshochschulen prüft uni-assist e.V. auch für deutsche Studienbewerberinnen und -bewerber die Hochschulzugangsberechtigung für Master- und Bachelorstudiengänge.
Studienbewerberinnen und -bewerber können sich über uni-assist mit einem einzigen Satz Bewerbungsunterlagen an 160 Hochschulen bewerben. Die eingescannten Unterlagen und Datensätze werden den Hochschulen zur Verfügung gestellt, ohne dass für die Studienbewerberinnen und -bewerber zusätzlicher Aufwand entsteht.
uni-assist e.V. führt keine Studienberatung durch und entscheidet nicht über eine Hochschulzulassung – hierfür liegt die Verantwortung bei den Mitgliedshochschulen selbst.

Wie viele Bewerbungen von EU-Bürgern/Drittstaaten-Bürger und von deutschen Bürgern hat Uni Assist e. V. im Jahr 2013 bearbeitet?

Für das Wintersemester 2013/14 und das Sommersemester 2014 haben 57.493 Personen ihre Zeugnisse von uni-assist bewerten lassen, davon 19.110 deutsche Bürgerinnen und Bürger, 6.482 EU-Bürgerinnen und Bürger (außer BRD) und 31.901 Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten.

Wie begründen Sie, dass für Bürger mit ausländischem Pass Kosten anfallen?

Die Herkunft des Zeugnisses entscheidet darüber, ob uni-assist zuständig ist, nicht der ausländische Pass. Die Prüfung der Hochschulzugangsberechtigung ist mit einem entsprechenden Aufwand verbunden. Hierfür fallen Kosten an, die satzungsgemäß über ein Entgelt der Studienbewerberinnen und -bewerber beglichen werden.
Im Übrigen ist es durchaus national und international gängige Praxis, dass für die gutachterliche Bewertung von internationalen Zeugnissen ein Entgelt erhoben wird.

 

Stimmt es, dass die Kosten auf 75 Euro für EU- und Drittstaatenbürger angehoben werden? Wann tritt die Erhöhung in Kraft?

Die Mitgliedshochschulen haben sich auf der Mitgliederversammlung mit der Entgeltgestaltung befasst. Der Abstimmungsprozess mit den Hochschulleitungen über die künftige Höhe der Entgelte ist in Gang gesetzt worden.

Was sagen Sie zu den Vorwürfen einiger Universitäten, dass das Bewerbungsverfahren diskriminierend für Ausländer sei?

Vorwürfe von Mitgliedshochschulen von uni-assist e.V. oder auch anderer Hochschulen sind uns nicht bekannt. Die Mitgliedshochschulen von uni-assist e.V. verfolgen ein transparentes und diskriminierungsfreies Zugangsverfahren für ausländische Studienbewerberinnen und -bewerber.
Die Vertreter der Mitgliedshochschulen unterstrichen in der vergangenen Nutzertagung, dass die zuverlässigen Bewerbungsprüfungen von uni-assist e.V. zu signifikanten Vorteilen für die Bewerberinnen und Bewerber selbst und für die Hochschulen führt: Studienbewerberinnen und -bewerber können ihre Unterlagen einmal zentral prüfen lassen und haben ein einheitliches Prüfergebnis für die Hochschulzugangsberechtigung. Damit ist eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis verbunden. Mitgliedshochschulen selbst sind durch die Prüfungen von uni-assist e.V. entlastet und investieren ihre Kapazitäten in umfassende Studienberatung und Betreuung.

Was sagen Sie zu den Vorwürfen, dass sich die Kosten nicht am realen Aufwand orientieren, sondern Uni Assist sich an den Kosten bereichere?

Die Tätigkeit von uni-assist e.V. wird durch die Mitgliedshochschulen und durch externe Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Die Entgelte werden dem tatsächlichen Aufwand entsprechend angemessen gestaltet. Eine „Bereicherung“ ist vereinsrechtlich nicht möglich. uni-assist e.V. weist diesen Vorwurf entschieden zurück.

Was sagen Sie zu den Vorwürfen, dass viele Bewerbungen an der "undurchsichtigen Bürokratie" von Uni Assist scheiterten?

Die Vertreter der Mitgliedshochschulen von uni-assist e.V. haben auf der vergangenen Nutzertagung den Status und die Entwicklung der Servicequalität von uni assist e.V. sowohl für Studienbewerberinnen und -bewerber als auch für die Mitgliedshochschulen erörtert. Die Mitgliedshochschulen haben dabei ihre Erwartung deutlich gemacht, dass die Bewerbungsprüfungen von uni-assist e.V. auch weiterhin sorgfältig und zuverlässig erfolgen und sich an den Bewertungsvorschlägen der Kultusministerkonferenz, den Zugangsstandards der Mitgliedshochschulen sowie an internationalen Standards orientieren müssen.


Tatsache ist, dass im Schnitt 75 Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber die Vorprüfung bei uni-assist mit positivem Ergebnis durchlaufen und  somit erfolgreich an die Mitgliedshochschulen weitergeleitet werden können. uni-assist e.V. leistet durch die sorgfältigen Prüfungen einen wichtigen Beitrag zu den Voraussetzungen für einen künftigen Studienerfolg.
uni-assist ist verpflichtet, Bewerbungen zurückzuweisen, die den formalen Anforderungen der Hochschulen nicht entsprechen. Dies können formale Kriterien sein wie z.B. unvollständige Unterlagen, nicht fristgerecht eingereichte Unterlagen oder auch fromale Kriterien hinsichtlich der nachgewiesenen Qualifikation wie etwa unzureichende Sprachkenntnisse oder eine Sekundarschulbildung, die nicht als dem deutschen Abitur gleichwertig anerkannt werden kann. Das Prüfverfahren selbst unterliegt einem strengen Qualitätsmanagement sowohl durch uni-assist selbst als auch durch die Hochschulen.
Die Stärke von uni-assist liegt gerade in der Transparenz sowohl für Studienbewerberinnen und -bewerber als auch für die Hochschulen, die an jedem Punkt der Bearbeitung Einblick haben, wie gearbeitet und entschieden wird. Die Zahl der Mitgliedshochschulen ist inzwischen auf 160 Hochschulen angestiegen. Dies zeigt, dass die Hochschulen vom Nutzen und der Qualität der Arbeit überzeugt sind.


Pressemitteilung vom 29.04.2014

10 Jahre erfolgreicher Service von uni-assist


uni-assist e.V. – die Servicestelle von 160 deutschen Hochschulen für internationale Studieninteressierte – feiert 10. Geburtstag. Seit 2004 bewertet uni-assist internationale Zeugnisse und prüft, ob die Schul- oder Studienabschlüsse grundsätzlich zum Hochschulstudium in Deutschland berechtigen.
uni-assist leistet für internationale Studieninteressierte einen wichtigen Beitrag für ihren künftigen Studienerfolg an einer deutschen Hochschule: Wer sämtliche für das Studium notwendige sprachliche, schulische oder akademische Voraussetzungen erfüllt, hat auch die besten Chancen auf einen erfolgreichen Studienabschluss mit beruflichen Perspektiven.
uni-assist leistet zudem einen wichtigen Beitrag für ein faires Zulassungsverfahren, weil den Hochschulen ein einheitliches Prüfergebnis für die Bewertung der internationalen Zeugnisse vorliegt.
Von allen Studieninteressierten, die ihre Unterlagen zur Vorprüfung an uni-assist schicken, erhalten rund 75% ein positives Prüfergebnis. Vor kurzem begrüßte der Verein die 300.000 Bewerberin seit der Gründung – sie nimmt nun am Zulassungsverfahren der TU Berlin teil.

Professor Karin Luckey, Vorstandsvorsitzende von uni-assist e.V. und Rektorin der Hochschule Bremen: „uni-assist ist für die deutschen Hochschulen der zentrale Partner für die erfolgreiche Vermittlung von Studierenden; die guten Ergebnisse stärken den Wissenschaftsstandort Deutschland.“

Ulrich Grothus, Stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes: „uni-assist hilft internationalen Studienbewerbern auf vielfältige Weise. Die Gründungsziele sind erreicht – ausländische Studierende können ein Portal für Bewerbungen an mehreren Hochschulen nutzen und sparen damit Zeit, Kosten und Arbeit.“

Dr.-Ing. Thomas Kathöfer, Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz: „Wir können uns vorstellen, dass auch weitere Hochschulen die Synergien und Effizienzgewinne aus der Zusammenarbeit mit uni-assist perspektivisch nutzen werden.“

Hintergrund

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gründeten im November 2003 gemeinsam mit 41 deutschen Hochschulen uni-assist mit dem Ziel, eine zentrale Anlaufstelle für internationale Studienbewerberinnen und Studienbewerber zu schaffen. Sie sollte den Weg an eine deutsche Hochschule erleichtern, aber auch prüfen, ob die Kandidaten die sprachlichen und akademischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Studienbewerbung und ein erfolgreiches Studium grundsätzlich erfüllen. Die Finanzierung erfolgt über ein Bearbeitungsentgelt, das sich an den realen Kosten orientiert und das im Regelfall die Studieninteressierten tragen. Zum 1. Mai 2004 startete die Servicestelle ihren Echtbetrieb.

Heute ist uni-assist als eingetragener Verein von 160 staatlich anerkannten Hochschulen ein Kompetenzzentrum für die Prüfung internationaler Bildungsabschlüsse. uni-assist folgt den Zugangsstandards der Hochschulen, den Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) für die Bewertung internationaler Zeugnisse und internationalen Standards. Das Prüfverfahren unterliegt einem strengen Qualitätsmanagement durch uni-assist und die Hochschulen.

uni-assist hat in den vergangenen 10 Jahren Zeugnisse von 300.000 internationalen Studienbewerberinnen und Studienbewerbern aus 176 Ländern geprüft. Da uni-assist der eigentlichen Studienbewerbung an den Hochschulen vorgelagert ist, werden hier zum frühestmöglichen Zeitpunkt Entwicklungen und Tendenzen gemessen, die für viele Entscheidungsträger in den Hochschulen und im hochschulpolitischen Umfeld von großem Wert sind: Spiegeln sie doch unmittelbar das Interesse an Deutschland als internationalem Bildungsstandort wieder und belegen zeitnah, ob Veränderungen in der Zulassungspolitik oder Marketingaktivitäten wirklich die erhoffte Wirkung zeigen. uni-assist ist dabei die einzige Quelle für Daten zur Entwicklung von internationalen Studienbewerbungen – die amtliche Statistik greift erst ein oder zwei Jahre nach Studienbeginn und erfasst ausschließlich Daten der Studierenden.

So zeigt sich beispielsweise, dass die Herkunftsregionen der Studieninteressierten, die in Deutschland studieren wollen – anders als in anderen klassischen Studienländern wie den USA oder Großbritannien – weiter gestreut ist: Stammt in den USA die Hälfte der internationalen Studierenden aus China, Indien und Südkorea, entfällt allein ein Viertel aller Studieninteressierten, die bei uni-assist Zeugnisse zur Vorprüfung einreichen, auf 20 Herkunftsnationen. Die zahlenmäßig wichtigsten Herkunftsländer sind dabei China, Indien, Russland, Kamerun und Bulgarien, wobei es im Laufe der Jahre immer wieder Verschiebungen gegeben hat:

So hat nicht nur die Zahl der Studieninteressierten aus Indien in den vergangenen Jahren extrem zugenommen, auch wächst das Interesse an einem Studium in Deutschland beispielsweise in Indonesien und im Iran – wobei sich Studieninteressierte aus dem Iran besonders stark für Masterprogramme interessieren.

Auf ihrer diesjährigen Jahrestagung vom 26. – 28. März in Berlin haben die uni-assist-Hochschulen die Vorteile von uni-assist noch einmal unterstrichen: Für alle Hochschulen liegt ein einheitliches Prüfergebnis für die Hochschulzugangsberechtigung vor – eine wichtige Voraussetzung für ein faires Zulassungsverfahren an den Hochschulen. Die Hochschulen konzentrieren ihre Kapazitäten in qualifizierte Auswahl, Beratung und Betreuung.

Zum Service für Studieninteressierte zählen: ein Satz an Bewerbungsunterlagen für die Bewerbung an vielen Hochschulen, Informationsservice für Studieninteressierte über Telefon und Kontaktformular, Orientierung über den aktuellen Verlauf über einen persönlichen Onlineaccount, schriftliche Rückmeldung(en) über das Prüfergebnis.

Internationale Nachfrage nach Studienplätzen liegt im Interesse der deutschen Hochschulen. Internationalität und ein weltoffenes Klima ist in Zeiten der Globalisierung auch auf dem Campus gefragt. Mehr internationale Studentinnen und Studenten und international ausgelegte Studiengänge bereichern nicht nur die deutsche Bildungs- und Wissenschaftslandschaft, auch die Wirtschaft benötigt künftige exzellente Fachkräfte, um im internationalen Wettbewerb gut platziert zu sein.

Die Bundesregierung, die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern und der Deutsche Akademische Austauschdienst haben hierfür ein gemeinsames strategisches Ziel formuliert: bis zum Jahre 2020 soll die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland von 250.000 auf 350.000 steigen.


Deutsche WELLE berichtet über uni-assist

 

Die Deutsche Welle hat am 29.04.2014 einen ausführlichen Beitrag über uni-assist veröffentlicht. Zum russischsprachigen Artikel geht es hier.


DeutschlandfunK berichtet über uni-assist

 

Der Bericht „Streit um uni-assist" vom 27.02.2014 setzt sich mit der Kritik an uni-assist auseinander. Zu lesen und hören gibt es den Beitrag hier.


Stellungnahme zum Tagesspiegel-Artikel vom 2.September 2013 „In der Warteschleife bei Uni-assist“ von Katharina Ludwig


Am 2. September 2013 erschien im Tagesspiegel ein Artikel über uni-assist. Leider ist der Artikel so verfasst, dass wir es für geboten halten, einige grundsätzliche Punkte festzuhalten und auch richtigzustellen:

 

  1. Die Kernaufgabe von uni-assist besteht in der Bewertung ausländischer Zeugnisse und weiterer Bewerbungsunterlagen. uni-assist stellt fest, ob ausländische Zeugnisse dem deutschen Abitur entsprechen und damit eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber grundsätzlich zum Studium in Deutschland berechtigt ist. uni-assist berechnet das deutsche Notenäquivalent der ausländischen Note und überprüft weitere Parameter wie z.B. Sprachvoraussetzungen.

    Die Vereinfachung für die StudienbewerberInnen im Gegensatz zur Zeit vor uni-assist besteht vor allem darin, dass sie sich an einer zentralen Stelle mit einem Satz Bewerbungsunterlagen bewerben können, und sich nicht, wie früher, an jeder einzelnen Hochschule separat bewerben müssen. Mit uni-assist ändert sich jedoch nichts an der Anforderung, dass man eine Studienbewerbung sorgfältig vorbereiten und sich umfassend über die Zugangskriterien der Hochschulen bei den einzelnen Hochschulen informieren muss, bevor man seine Unterlagen an uni-assist schickt.
     
  2. uni-assist ist für die formale Vorabbewertung der Zeugnisse zuständig, die Hochschulen sind für die Zulassung und die damit verbundene fach-inhaltliche Bewertung einer Studienbewerbung zuständig. Deshalb kann es passieren, dass eine Bewerbung von uni-assist als vollständig und grundsätzlich zulassungsfähig an die Hochschule weitergeleitet wird, sich dann aber an der Hochschule herausstellt, dass die Zulassungskriteren der Hochschule nicht erfüllt sind und die Bewerbung dort abgelehnt werden muss.
     
  3. Ausschließlich die Hochschulen sind für den Erstkontakt und für die Beratung ihrer Studieninteressierten zuständig. Nur sie informieren über Fristen und Studienangebot, Zulassungskriterien und alle Details, die bei der Studienbewerbung zu beachten sind.
     
  4. Wer sich vor der Abgabe seiner Unterlagen nicht umfassend bei den Hochschulen informiert, riskiert, dass im Rahmen der Prüfung bei uni-assist festgestellt wird, dass Unterlagen fehlen und nachgereicht werden müssen. Nachreichungen sind nur innerhalb der Bewerbungsfrist möglich.

    Die verbindliche Überprüfung und Bewertung der Zeugnisse findet erst im Rahmen der Sachbearbeitung statt. Deshalb können die Mitarbeiter im Infoservice keine Vorab-Auskünfte hierzu geben.
     
  5. Bei uni-assist verschwinden keine Unterlagen. Alle Bewerbungen werden bearbeitet, sofern das Bearbeitungsentgelt bezahlt wurde. Im Jahr 2013 werden voraussichtlich insgesamt 120.000 Anträge von ca. 58.000 Bewerbern bearbeitet.
     
  6. Herr Liljeberg hat nie von einer Schuld seitens der Studienbewerber gesprochen. Vielmehr hat er eingeräumt, dass Fehler passieren und es ein umfassendes Beschwerde- und Qualitätsmanagement gibt. So lassen sich zum einen Fehler schnellstmöglich entdecken und beheben. Das Qualitätsmanagement soll dazu beitragen, die Arbeit kontinuierlich zu verbessern. Herr Liljeberg hat lediglich betont, wie wichtig es sei, sich vorab umfassend bei den Hochschulen über die Anforderungen zu informieren und auch auf formale Feinheiten zu achten, wie z.B. dass ein Antragsformular persönlich unterschrieben oder ein Lebenslauf vollständig sein muss.
     
  7. Die Darstellung des Beschwerdewegs in dem Artikel ist nicht zutreffend: Wer mit dem Prüfergebnis bei uni-assist dauerhaft nicht einverstanden ist, kann auf Weiterleitung an die Hochschule bestehen zur Erstellung eines rechtsfähigen Bescheids. Gesprächstermine mit Hochschulmitarbeitern müssen immer direkt mit den Hochschulmitarbeitern vereinbart werden.
     
  8. uni-assist ist nicht überfordert. Die Sprechzeiten im Berliner Büro wurden abgeschafft, um für alle Studienbewerberinnen und -bewerber gleiche Bedingungen zu schaffen, unabhängig vom Ort ihres Aufenthalts. Dafür wurde der Telefonservice von drei auf sechs Telefonplätze in der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr ausgebaut. In der Umstellungsphase gab es zwar Probleme in der Erreichbarkeit, in der Hochphase im Juli jedoch, als alle sechs Telefonplätze aktiv waren, nicht. In dieser Zeit führte das Serviceteam im Durchschnitt 450 Telefongespräche täglich. Nach Umstellung auf das Kontaktformular erhielt uni-assist durchschnittlich 400 Anfragen täglich, die spätestens am folgenden Tag beantwortet wurden.

    Im Schriftverkehr arbeitet uni-assist mit Textbausteinen, die jedoch individuell angeglichen und im Bedarfsfall ergänzt werden.
     
  9. 75 Prozent aller Studienbewerberinnen und -bewerber konnten mit wenigstens einer ihrer Bewerbungen an eine Hochschule weitergeleitet werden. Die zitierte Schätzung, derzufolge jeder zweite Studienbewerber scheitert, entbehrt jeglicher Grundlage und ist nach unserer Schätzung frei erfunden.
     
  10. Leider lässt sich nicht vermeiden, dass es Bewerber gibt, die die erforderlichen Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland nicht ohne weiteres erfüllen. Die Arbeit von uni-assist ist aber darauf ausgerichtet, Bewerbern Orientierung zu geben und hilfreich zu sein.

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ANfragen / Kontakt


 

Für Anfragen von Journalisten steht Ihnen unsere Pressestelle gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass diese Anfragen ausschließlich schriftlich erfolgen können.

Kontakt: pressestelle@uni-assist.de

 

Wenn Sie Fragen zum Prüfverfahren bei uni-assist oder zu Ihrer Bewerbung haben, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.


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