Koordinierung und Clearing
Das uni-assist Koordinierungsverfahren
Viele Studiengänge an deutschen Hochschulen sind inzwischen zulassungsbeschränkt. Das bedeutet: Nur eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen steht zur Verfügung und nicht jeder Bewerber, der die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, erhält auch automatisch einen Studienplatz. Deshalb bewerben sich viele Studienbewerber gleichzeitig an mehreren Hochschulen, um damit ihre Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.
uni-assist hat ein Koordinierungsverfahren entwickelt, das das Zulassungsverfahren der Hochschulen einfacher, transparenter und vor allem schneller macht. Dabei werden die Bewerber- und Hochschulwünsche in einem zentralen Rechenvorgang optimal miteinander abgeglichen.
Die Hochschulen erstellen Ranglisten, nach denen sie zulassen werden. Die Studienbewerber erstellen eine Prioritätenliste, auf der sie ihre Studienwünsche favorisieren. Auf der Grundlage der Ranglisten und der Prioritätenangaben errechnet uni-assist die Wahrscheinlichkeit, mit welcher die Studienplatzangebote von den Bewerbern angenommen werden. Anhand dieser Prognose können die Hochschulen die eventuell frei bleibenden Studienplätze frühzeitig erkennen und weiteren Bewerbern anbieten.
Mit dem uni-assist Koordinierungsverfahren:
- bleibt die Entscheidungsfreiheit für Bewerber und Hochschulen vollständig erhalten.
- können sich die Studienbewerber nach wie vor an unbegrenzt an vielen Hochschulen bewerben und entsprechend mehrere Zulassungen erhalten.
- können sich die Bewerber im uni-assist Online-System jederzeit über den Stand ihrer Bewerbungen informieren und erfahren viel früher, von welchen Hochschulen sie eine Zulassung erwarten können.
- wissen die Hochschulen schneller, ob alle Studienplätze besetzt wurden oder ob sie noch weitere Bewerber zulassen können.
Die Studienbewerber erhalten im Bewerberportal weitere Informationen über die Teilnahme am Koordinierungsverfahren.
Das uni-assist Clearingverfahren
Das Clearingverfahren ist ein Service, der den uni-assist Hochschulen ein Tool zur Verfügung stellt, um auf kurzem Wege geeignete Kandidaten für frei gebliebene Studienplätze anzuwerben.
Dabei stellt uni-assist die aktuellen Angaben der Bewerber in eine Datenbank. Alle uni-assist Hochschulen, die noch freie Studienplätze haben, erhalten Einblick in die Liste mit den Namen der Bewerber und ihren Adressen, Fächern, für die sie sich regulär beworben haben. Die Hochschulen sehen auch das Ergebnis der Bearbeitung bei uni-assist (z.B. Art der Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland (HZB), Namen der eingereichten Zeugnisse, HZB-Note, Sprachnachweise).
Aus dieser Liste können die Hochschulen je nach Fachrichtung geeigneten Kandidaten aussuchen und sich mit ihnen direkt in Verbindung setzen.
Nur für grundständige Studiengänge: Das uni-assist Clearingverfahren gibt es für alle grundständigen Studiengänge. Da die Kriterien für Master-Studiengänge sehr speziell sind, erscheint ein Clearingverfahren in diesem Bereich gegenwärtig nicht sinnvoll.
Das Clearingverfahren wird nur von uni-assist Hochschulen benutzt, die nach dem regulären Zulassungsverfahren noch freie Plätze übrig haben.
Teilnahme nur bei Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland: Alle Studienbewerber für das aktuelle Semester, bei denen uni-assist festgestellt hat, dass sie prinzipiell eine Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland haben und deshalb an mindestens eine ihrer Zielhochschulen weitergeleitet wurden, können am Clearingverfahren teilnehmen, wenn sie keinen Studienplatz bei einer ihrer Zielhochschulen bekommen haben.
Studienbewerber erhalten eine schriftliche Anfrage von uni-assist: Studienbewerber werden per E-Mail von uni-assist angefragt, ob sie am Clearingverfahren teilnehmen möchten. Wer teilnehmen will, gibt unter Angabe der Bewerbernummer schriftlich sein Einverständnis, dass die Bewerberdaten auch an uni-assist Hochschulen weitergeben werden, an denen man sich ursprünglich nicht beworben hatte.
Clearingverfahren ist kostenlos: Das Clearingverfahren ist Teil des Services von uni-assist und deshalb für die Studienbewerber kostenlos.
Studienbewerber erhalten eine Antwort von den Hochschulen: Das Clearingverfahren dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. uni-assist hat aber keinen Einfluss darauf, welche Hochschulen sich am Clearing beteiligen und für welche Fächer die Hochschulen Angebote machen. Es kann auch passieren, dass man am Clearingverfahren teilgenommen hat, und trotzdem kein Angebot von einer Hochschule bekommt, weil es keine freien Studienplätze mehr gibt.
Von uni-assist erhalten die Teilnehmer am Clearingverfahren keine gesonderte Antwort.
Häufige Fragen zum Verfahren
Erhöht man seine Chancen, wenn man die Teilnehmer-Mail mehrmals schickt?
Nein, jede Person wird nur einmal in den Pool aufgenommen.
Was genau macht uni-assist beim Clearingverfahren?
uni-assist startet das Clearingverfahren und stellt die Plattform und den technischen Support für die Hochschulen. uni-assist schreibt die Studienbewerber an und bietet die Teilnahme am Clearingverfahren an. Alle Kandidaten, die uni-assist mitteilen, dass sie ihre Daten in den Clearing-Datenpool geben wollen, nimmt uni-assist in die Datenbank auf. uni-assist spielt darüber hinaus aber keine aktive Rolle im Verlauf des Clearingverfahrens.
Wie lange speichert uni-assist die Clearing-Daten?
Die alten Datensätze in der Clearingdatenbank werden regelmäßig zum Start des nächsten Clearingverfahrens gelöscht.
Bearbeitet uni-assist die Bewerbungen noch einmal speziell für das Clearingverfahren?
Nein, uni-assist bearbeitet die Datensätze in der Regel nicht nach und trägt auch keine zusätzlichen Studienwünsche oder Wunschhochschulen ein. Die Hochschulen, die über das Clearingverfahren Studienbewerber anschreiben, können in der Datenbank den Datensatz einsehen, der zu den ursprünglichen Bewerbungen gehört und müssen ihn im Bedarfsfall von dort manuell in ihre Systemsoftware übertragen. Auch alles andere, wie zum Beispiel die Nachreichung eines neuen Antragsformulars oder einer inzwischen abgelegten DSH-Prüfung, vereinbaren die Hochschulen selbst mit der betreffenden Person, der sie ein Angebot machen.






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